TMG im Ausland
„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen“, sagt schon der Volksmund. Aus diesem Grund gehört es seit Jahren zur guten Tradition am TMG einige "Außenposten" über die Welt zu verteilen, damit sie ihren eigenen und den Horizont der Schulgemeinschaft erweitern. Derzeit halten sich zehn Schülerinnen und Schüler der "alten" Jahrgangsstufe 10 im Ausland auf, um dort vielfältige Erfahrungen zu sammeln, von denen sie nach ihrer Rückkehr ein Leben lang zehren werden. Unter ihren Zielen findet sich das europäische Ausland ebenso wie entlegene Ziele, die das Erlernen einer neuen Fremdsprache erst noch erforderlich machen: England, Irland, Frankreich und Schweden erscheinen fast wie der sprichwörtliche Katzensprung gegenüber den Zielen in Australien, den USA Canada und sogar Neuseeland.
Denjenigen, die währenddessen im heimischen Oelde die Stellung halten, bleibt nichts anderes übrig, als auf die Wiederkehr der Reisegemeinschaft zu warten - fast nichts anderes: Über Frau Leineweber-Hamm und Frau Teepe, die die Koordination der Auslandsaufenthalte übernommen haben, halten die Reisenden stetig Kontakt zur Heimat. Via E-Mail lassen sie uns an ihren Erfahrungen schon jetzt teilhaben...
Jan-Eric Fechtelkord war in Neuseeland...
Jeder, der die Möglichkeit hat ein Auslandsjahr zu machen, sollte diese ohne viel Zögern nutzen. Man bekommt so viele neue Eindrücke und Erfahrungen, die man nie vergessen wird. Nach spontanem Entschluss hatte ich mich entschieden, für sechs Monate eine reine Jungenschule im neuseeländischen Dunedin zu besuchen. Dunedin liegt auf der Südinsel und hat 118.000 Einwohner. Am 22. Januar begann also mein Abenteuer mit einer 36-stündigen Reise. Ich war in einer Gastfamilie mit drei Gastgeschwistern untergebracht.
Das Leben an der King's High School ist ganz anders und interessant. Es wird viel mehr Sport betrieben. Es
ging zwei Mal pro Woche zum Surfen, Eishockey, Rugby spielen oder auch Mountainbiking. Außerdem sorgt auch die Schule dafür, dass man viel vom Land zu sehen bekommt. Wir machten einen einwöchigen
Geographie-Trip rund um die Südinsel oder einen Surf-Trip zum schuleigenem Strandhaus, vor dem die 3,5m hohen Wellen nur darauf gewartet haben von den Schülern geritten zu werden. Natürlich gab
es auch Fächer wie Geschichte, Erdkunde oder Mathe, in denen man von den Lehrern auch gut mit einbezogen wurde. Ich konnte sprachlich dem Unterricht direkt folgen. Nach der Schule war dann meist
Sport oder ein Spiel für das Fußballteam der Schule oder für das Team eines lokalen Fußballvereins, dem ich beigetreten bin. So hat man viel mit den Kiwis (Neuseeländern) gemeinsam unternommen.
In den Osterferien bin ich auf die Nordinsel geflogen, die wirklich ganz anders ist als die Südinsel. Sie ist geprägt von den Maoris, den neuseeländischen Ureinwohnern. Zum Land kann ich sagen,
dass es mit seinen vier Millionen Einwohnern das schönste Ende der Welt ist.
Ich würde jedem anderem Schüler empfehlen, ins Ausland zu gehen, da man seinen Horizont erweitert; seine Englischkenntnisse stark verbessert und durchaus selbstständiger wird.
Theresa Jerzembeck war in Australien...
Regen. Dunkelheit. Typisch deutscher Winter.
Mir kam es so unwirklich vor, als ich gut einen Tag später schon im sonnigen Australien aus dem Flieger stieg.
Trotz anfänglicher Zweifel hatte ich mich entschlossen, in der Jahrgangsstufe 10 für ein Vierteljahr in Australien zu leben und natürlich eine Schule zu besuchen.
Was mich erwartete?
Zuallererst eine sehr nette Gastfamilie, die mir so viel wie möglich vom Land zeigte, in der ich zwar im Alltag auch helfen musste, die mir aber alles ermöglichte und mir auch die nötige Freiheit gewährte. Außerdem natürlich viele neue Freunde aus der Schule, zu denen ich auch heute (3 Monate später) größtenteils noch regelmäßigen Kontakt habe. Zudem eine Schule mit tollen Möglichkeiten, an der es u. A. möglich war, Fächer wie Meeresbiologie, Fotografie, Surfen oder auch Raumfahrt anzuwählen und an der ich aus einem Sportbereich von über 20 Angeboten wählen konnte. Die Schulaufgaben waren zu vernachlässigen, da es allgemein nicht viele gab und die Lehrer den „Exchange-Students“ sehr wohlwollend gegenübertraten. Die Examen musste ich zwar mitschreiben, doch da in den meisten Fächern das Niveau nicht mit dem deutschen zu vergleichen war, hatte ich keine größeren Probleme.
Obwohl ich also nicht viel für die Schule lernen musste, verinnerlichte ich trotzdem die Sprache Englisch sehr, da ich im Alltag natürlich dauerhaft damit konfrontiert wurde. Schon nach kurzer Zeit fing ich sogar an, auf Englisch zu denken, was ich vorher nicht erwartet hätte. Nicht zu vergessen ist außerdem, dass ich Australien kennenlernen durfte. Dieses überwiegend von ehemaligen Strafgefangenen besiedelte Land besticht vor allem durch eine Mischung von unglaublich vielen Kulturen (in meiner Jahrgangsstufe fand sich von Mexikanern, über Japaner und Schotten fast jede Nationalität wieder). Alle waren hervorragend integriert und sprachen sehr gut Englisch. Mein Eindruck war, dass es einem Land nur gut tut, von so vielen Nationalitäten beeinflusst zu werden. Besonders hervorzuheben ist noch die einzigartige Tierwelt und Natur; es gibt zum Beispiel traumhafte Strände, die ich häufig nach der Schule mit Freunden besucht habe.
Jetzt im Nachhinein weiß ich also, dass es eine sehr gute Entscheidung war, dieses Vierteljahr im Ausland zu verbringen. Doch ich wäre nicht ehrlich, wenn ich nicht zugeben würde, dass mir vorher doch starke Zweifel kamen: Ich musste meine Familie und Freunde zurücklassen, verpasste drei Monate Schule hier in Deutschland und flog einmal um die Erde, wo ich niemanden kannte und keiner Deutsch sprechen würde.
Mit dem Zeitabstand, den ich jetzt habe, ziehe ich als mein persönliches Fazit, dass ich auf jeden Fall die richtige Entscheidung getroffen habe. Ich würde es jedem weiterempfehlen, da ich eigentlich nur davon profitiert habe. Meine Englischkenntnisse habe ich um einiges erweitert, sehr viele neue Freundschaften geschlossen, eine Menge neuer, hilfreicher Erfahrungen gesammelt und natürlich sehr viel Selbstvertrauen getankt.
Der einzig negative Aspekt für mich war, dass der Zeitraum von 3 Monaten eindeutig zu kurz war. Mir kam es so vor, als wäre ich gerade erst richtig angekommen, als ich auch schon wieder fahren musste.
Natürlich ist es mit der Schulzeitverkürzung auf 12 Jahre schwierig, länger als ein halbes Jahr in der Schule zu fehlen, doch aus meiner Sicht hätte es sich absolut gelohnt auch für ein gesamtes Jahr zu bleiben...
Auslandsreport von Theresa Jerzembeck
Philipp Aschhoff ist in Amerika...
My High school year abroad in the United States
When I was standing at the airport in Muenster it was hard for me to realize that I will not see my family for the next 10 months. It felt like leaving for vacation. But after a while I figured out that being an American high school student is nothing like on a vacation. Especially in the first month it was really tough to be home at 4 o’clock in the afternoon, having a lot of homework in a different language and having a test or a quiz almost every day.
My host family supported me from the first moment and my host brother John, who is about my age, helped me with the homework, which made it all a lot easier and after a few weeks I got used to the language and the classes. People in the south are really polite and it was not hard at all to find new friends and with new friends there came the fun part of high school life. Some examples are: going to some ones lake house, waterskiing, having BBQ, going to a movie-theatre, and driving around in a friend’s car and lots of other stuff.
The summer in Birmingham Alabama is really warm and even in September you can still wear shorts and a shirt and the water is still warm enough to go swimming. After a long time without a real break of school I had a week off for Thanks Giving, which is a really big festival in the United States. I got to meet a lot of family members and everyone in the family accepted me as a part of the family. We all had a big traditional turkey with mashed potatoes and vegetables. This was a great experience and I enjoyed it a lot. One month later Christmas was coming up, this has been a hard time for me because you often talk to your loved ones back home and they tell you what they do during Christmas and you have always been with your family during Christmas. Besides all these facts I did not get way too much homesick I actually had a great time with my host family during this special time of the year. We had a typical American Christmas and it even started to snow on the 25th, which was really special, because none of my host siblings has ever experienced a white Christmas. We went outside to the golf course, which is right across the street and played in the snow for hours. Because of the snow we were a couple of days off school. It was nothing compared to a German winter we maybe had 3-4cm of snow but as you can see this is a big deal here in Alabama.
Right after Christmas break my lacrosse practice started, which changed my everyday life again, now I was home at around 7 P.M., I really enjoyed it and through the sport I meet a lot of new friends. Because of the sport and all the other things going on, time was running by way too fast for me. During spring break we went on our 2 week West-Coast-Trip with all the German exchange students. We have been too many different places in the “wild wild west” like Las Vegas, Los Angeles, San Francisco and the Grand Canyon. This trip has really been amazing! After I got home, I started to realize that my year is almost over and I got sad because I know that I will not see all my American friends again and that I will miss my American family, but although I am looking forward to see my family and all my friends again! I can imagine that during this year much has changed and it will be very different for me to get back to the German way of life.
In conclusion I would say that every student who is interesting in going abroad should focus this goal! This year abroad has changed a lot in my life; I became way more independent and gained a lot of self-confidence. Being away from home thousands of miles means not being alone! I found a great host family to stay at and many great friends to hang out with. They supported me in school and during my Lacrosse games! Everyone who is willing to work hard and to be ready for something new is the perfect match for this adventure – go abroad!
Benedikt Alberternst ist in Kanada (Quebeck)...
Bonjour TMG,
ich bin nun seit fünf Monaten im französischsprachigen Kanada, auch bekannt unter dem Provinznamen Québec.
Meine zweiköpfige Gastfamilie bestehend aus Gastmutter und Gastschwester ist super nett und ich fühle mich richtig wohl bei ihnen. Auch in der Schule habe ich mich super eingelebt. Dort habe ich neben den normalen Fächern wie Französisch, Mathe, Englisch, Geschichte, Musik und Sport noch Ethik und Gewichtheben. Bei vier Unterrichtsstunden à 75 Minuten wird ein Schultag schon recht lang, wenn man danach noch eine halbe Stunde Bus fahren muss. Doch mittlerweile habe ich mich gut daran gewöhnt.
Die Nationalspeise (die meisten Québécois wollen von Kanada nichts wissen und da wird Québec schnell mal zur Nation) heißt Poutine und besteht aus Pommes, einer pikanten Sauce und Käse. Wer nun gegooglet hat, sollte nicht denken, dass es so schmeckt wie es aussieht. Für den Fall, dass ihr es trotzdem nicht probieren wollt, bleibt ja immer noch der Ahornsirup. =)
À bientôt,
Benedikt
David Huckebrink ist in Kanada...
Hey I'm David
I've been in Canada for more than two months now, and you really get to see a lot of nature. It is totally normal that deers sleep in you yard.
The landscape is amazing and it is getting even better because the mountain tops are beginning to get covered with snow.
A friend of mine Eric Tsai was an international student from Taiwan. He is the setter of my volleyball team so we got to know each other pretty good. During his stay in Canada his mother moved here and they have a really nice house now. I asked him why he and his family moved here and he said :" Are you serious? Just take a look around." And I was convinced, and you would be convinced, too if you would see what I see every day.
2 Mal Druckausgleich im Schulbus.
Pancakes mit Sirup jeden Samstag.
Sehr viel Sport.
Sehr viele Freunde.
Sehr dunkle Nächte mit sehr vielen Sternen.
Sehr nette Leute.
Wahnsinns Landschaft.
Schneebedeckte Bergspitzen.
David